Eine Rechtschreibregel als Bild einprägen

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Die Rechtschreibregel: Adjektive – Steigerungsformen werden kleingeschrieben

Bei der bildhaften Einprägung der Rechtschreibregel geht es nicht um die Logik der Rechtschreibregel. Vielmehr geht es einfach nur darum, sich die richtige Schreibweise als Bild einzuprägen.

So kann man sich eine Rechtschreibregel als Bild einprägen.

Adjektive, also Eigenschaftswörter, wie Farben, Größe, Gewicht … gibt es in einer fast unbegrenzten Vielzahl. Sie beschreiben Dinge, Personen, Tiere oder Sachverhalte näher. Eigenschaftswörter können auch gesteigert werden und dienen damit als Ausdrucksmittel eines Vergleiches.

Adjektive und die Vergleichsformen werden immer kleingeschrieben. Es gibt 3 Vergleichsstufen:

Grundstufe: gut, klug, schnell, groß, …Rechtschreibregel

Höherstufe: besser, klüger, schneller, größer, …

Höchststufe: beste, klügste, schnellste, größte, …

Um sich dieser Rechtschreibregel als Bild zu erinnern können sie sich z. B. eine Leiter einprägen. Die Steigerungsformen sind: hoch – höher – am höchsten.

 

„Die 1. Stufe ist hoch. Die 2. Stufe ist höher und die letzte Stufe ist am höchsten.“

 

Bei der Einprägung dieser Steigerungsformen geht es nicht um die richtige oder falsche Steigerung, sondern um die Schreibweise. Konkret: „… am schnellsten/am meisten/am besten …“ – das gesteigerte Adjektiv wird kleingeschrieben.

 

Das vorgeschlagene Bild ist natürlich nur ein mögliches Beispiele. Es können beliebig andere Adjektive verwendet werden. Das eingeprägte Bild kann immer wieder vor dem inneren Auge aufgerufen werden, wenn Sie sich erinnern möchten, ob Steigerungsformen groß- oder kleingeschrieben werden.

Dabei muss es sich nicht um nur ein Bild handeln. Es kann auch eine Bilderfolge sein. Hier ein Beispiel:

Rechtschreibregel

 

Machen Sie den Test! Lesen Sie die folgenden Textausschnitte und überprüfen Sie, ob die Rechtschreibregel eingehalten wurde.

„Entdecken Sie mit uns das Beste in London.“

„Der Wanderfalke ist das schnellste Tier der Welt. Im Sturzflug erreicht er 340 Stundenkilometer.“

„Der Kongo gehört mit seinem tiefsten Punkt von 250 Metern zu den gefährlichsten Flüssen.„

 

Suchen Sie selbst weitere Beispiele und überlegen Sie sich Ihr „Bild“. Suchen Sie sich dasjenige aus, welches für Sie ein Thema berührt, das für Sie von Interesse ist. So können Sie sich die Rechtschreibregel optimal einprägen.

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Den Blick fokussieren oder schweifen lassen

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Den Blick fokussieren oder schweifen lassen

Blick fokussierenWir können unseren Blick fokussieren oder auch schweifen lassen. Für die Überwindung der Legasthenie brauchen wir den fokussierten Blick. In den beiden folgenden Übungen werde ich Ihnen den Unterschied zwischen den beiden Blickweisen verdeutlichen.

 

 

 

 

 

 

1. Übung: Blick fokussieren oder schweifen lassen: Der Waldspaziergang

Stellen Sie sich vor, wie Sie einen Waldweg entlang laufen. Hohe Laub- und Nadelbäume umzäunen den Weg. Am Wegrand wächst Gras, was die wenigen Sonnenstrahlen nutzt.

Laufen Sie langsam und mit Bedacht. Richten Sie Ihren Blick auf den Waldboden. Er ist uneben und Sie müssen bei jedem Schritt aufpassen, damit Sie über keine Wurzel stolpern.

Dort am Rand steht ein Pilz. Vielleicht gibt es noch mehr. Richten Sie Ihren Blick konzentriert und fokussiert auf den Waldboden. Es ist ein durchdringender Blick. Ein Blick der darauf abzielt, zwischen all dem Gras und Moos Pilze zu finden. Blenden Sie bewusst alle Geräusche aus, die Sie ablenken.

Kommen Sie zurück auf den Waldweg. Richten Sie jetzt Ihren Blick in die Wipfel der Bäume. Die einzelnen Bäume, die Sonnenstrahlen und der Himmel verschwimmen ineinander. Genießen Sie die Weite. Atmen Sie tief ein.

2. Übung: Blick fokussieren oder schweifen lassen: Der Blick zu den Sternen

Stellen Sie sich einen kalten Winterabend mit einem klaren Sternenhimmel vor. Sehen Sie hinauf zu den Sternen. Suchen Sie gedanklich nach bekannten Sternen und Sternenbildern. Da ist der Orion, der den Winterhimmel ziert und dort ist die Venus, die hell aus dem Wirrwarr der Sterne zu sehen ist. Betrachten Sie die Anordnung der Sterne. Wie weit sind die einzelnen Sterne im Sternbild voneinander entfernt? Leuchten Sie gleich hell?

Richten Sie nun Ihren Blick in die Weite des Himmels. Ihre Augen verlieren den einzelnen Stern. Sie sehen nur noch eine ungeordnete Masse von Sternen. Milliarden von Sternen strahlen in Ihr Gesicht. Lauter Sonnen aus weiter Entfernung. Stellen Sie sich vor, wie die Sterne ihre Wärme auf Ihr Gesicht abgeben. Genießen Sie die Wärme.

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Befreiung vom Schamgefühl

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Befreien Sie sich vom Schamgefühl

Erwachsene Legastheniker haben in ihrer Kindheit oder Jugend häufig ein Schamgefühl kennengelernt.

Lesen und Schreiben gehören zu den Grundfertigkeiten, die schon in den ersten Schuljahren erlernt werden. Wer sie nicht beherrscht, kommt schnell in peinliche Situationen. Noch vor wenigen Jahren gab es kaum Verständnis für Menschen, die diese Fähigkeiten nicht oder in unzureichender Weise besitzen.

Während alle anderen Kinder scheinbar problemlos das Schreiben und Lesen lernen, versteht man nicht, wieso man selbst so viele Schwierigkeiten damit hat. Früher oder später erhält man dafür die volle Aufmerksamkeit, wenn gleich nicht unbedingt auch Hilfe.

Auch wenn man selbst nicht versteht wieso, so fühlt man, dass etwas nicht stimmt. In den Augen der Anderen hat man einen Makel, der einen von den anderen Kindern trennt.

Diesen empfundenen Makel nennt man Schamgefühl. Die mit dem Schamgefühl begleiteten Erlebnisse bleiben oft ein Leben lang in Erinnerung und prägen das weitere Verhalten. Meist wird versucht, weiteren peinlichen Situationen aus dem Wege zu gehen. Doch die Ursache für die Peinlichkeiten wird damit nicht beseitigt.

Lassen Sie uns nun die Blockade „Schamgefühl“ lösen!

In der folgenden Übung wird die Ursache zwar auch nicht beseitigt, jedoch ein anderes Verhalten in peinlichen Situationen hergestellt und dies löst das Schamgefühl auf.

Ein Schamgefühl ist an eine bestimmte körperliche Haltung gebunden. Ändert man diese körperliche Haltung, löst sich das Schamgefühl in Luft auf und man gewinnt ein neues Maß an Freiheit.

Das Schamgefühl auflösen – die Übung

SchamgefühlDenken Sie an eine Situation, in der Sie sich Ihrer mangelnden Rechtschreib- oder Lesefähigkeiten sehr geschämt haben. Vielleicht reicht diese Erfahrung bis in Ihre Kindheit zurück – eine Lehrerin, die Sie vor der ganzen Klasse bloßgestellt hat, Ihre Mutter, die sich besorgt geäußert hat, andere Kinder, die über Sie gelacht haben. Vielleicht denken Sie aber auch an ein Ereignis aus jüngster Zeit – ein Kollege, der Sie vor anderen Kollegen blamiert hat, eine unbedachte Äußerung von einer Mitarbeiterin einer Behörde, ein unverständlicher Blick beim Einkaufen, weil Sie etwas erfragen, was groß und breit ausgeschildert steht.

Versetzen Sie sich in diese Situation hinein. Gab es eine körperliche Reaktion, z. B. ein innerliches Zusammenzucken, ein Erröten, einen Schmerz? Auch wenn es Ihnen unangenehm ist, spüren Sie in diese Situation hinein.

Jetzt richten Sie sich bitte gerade auf. Straffen Sie bewusst Ihren Körper – aufrecht, Brust raus, Kopf leicht angehoben.

Wenn Sie diese körperliche Haltung ausgeführt haben, werden Sie merken, dass sich Ihr Schamgefühl, die Peinlichkeit, auflöst. Diesen Trick können Sie immer anwenden, wenn Sie in eine peinliche Situation geraten. Richten Sie sich einfach auf, halten Sie sich bewusst gerade, heben Sie den Kopf leicht an – und schon verschwindet das unangenehme Gefühl. Dies gilt bei aktuellen Situationen und auch für vergangene Situationen, die Sie beschäftigen.

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Wie Sie jedem Selbstzweifel die Macht entziehen

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Wie Sie jedem Selbstzweifel die Macht entziehen

Selbstzweifel kann sehr mächtig sein. Immer und immer wieder drängt er sich ins Bewusstsein: „… du kannst das nicht; … du bist zu schlecht; … das braucht doch niemand; … andere sind bessere als du …“!

Und da haben wir sie schon – die Wirkungsweise – so funktioniert der Selbstzweifel. Meistens hören wir ihn als eine Art innere Stimme, die uns zuflüstert. Und schon sind wir dieser Stimme verfallen, schenken ihr Aufmerksamkeit und neigen dazu ihr zu glauben.

Dabei gibt es ein paar sehr einfache Tricks, wie man solch einen Selbstzweifel los wird.

  1. Trick einen Selbstzweifel loszuwerden

SelbstzweifelWenn Sie mal wieder ein Selbstzweifel befällt, dann lassen Sie die Stimme durch eine laute Musik übertönen. Nicht im Sinne von schalte das Radio lauter, sondern eine Melodie oder ein Musikstück, welches Sie sich in Gedanken anhören können und welches positive Gefühle bei Ihnen weckt. Gut, wenn Sie eine solche Melodie jederzeit parat haben und nicht erst danach suchen müssen.

Wenn Sie die Melodie laut einspielen, während der Selbstzweifel versucht Sie zu beeinflussen, wird Ihr Unterbewusstsein abgelenkt. Der Selbstzweifel wird sofort verschwinden.

  1. Trick einen Selbstzweifel loszuwerden

Bei diesem Trick geht es nicht darum die Stimme zu übertönen, sondern Sie aus dem Gehör zu verbannen. Das bewirken Sie, wenn es Ihnen gelingt die Stimme abzustellen. „Nehmen“ Sie gedanklich die Stimme und lassen Sie sie leiser und leiser werden.

Vielleicht verbinden Sie die Stimme mit einem Knopf. Dann drehen Sie den Knopf wie bei einem Radio immer leiser, bis die Stimme zu leise ist um gehört zu werden.

Sie können die Stimme auch in Ihre Hände nehmen und wie einen Ball weit weg werfen. Der Ball wird kleiner und mit ihm die Stimme.

  1. Trick einen Selbstzweifel loszuwerden

Eine Stimme können wir genau wie ein inneres Bild gedanklich verändern. Diese Fähigkeit unseres Gehirns können wir uns zunutze machen. Verändern Sie gedanklich die Tonhöhe, lassen Sie die Stimme immer heller werden, bis Sie nur noch ein piepsen hören. Oder schalten Sie die Geschwindigkeits-Turbo-Taste ein.

  1. Trick einen Selbstzweifel loszuwerden

Manchmal kommt die Stimme mit einer konkreten Person daher. Man hört also nicht nur die Worte, die den Zweifel hervorrufen, sondern man erhält auch ein Bild von einer Person dazu. In diesem Fall ist es sinnvoll gleich die ganze Person zu entfernen. Nehmen Sie dazu Ihre Hände und schieben Sie die Person, samt ihrer Stimme, aus dem Bild. Schieben Sie so lange, bis sie weg ist und Sie sie weder sehen noch hören können.

 

Die Anwendung dieser Tricks erfordert eine gute Wahrnehmungsfähigkeit. Probieren Sie die einzelnen Tricks aus und entscheiden Sie, welcher für Sie passend ist. Wenn Ihnen kein Trick gelingt, dann empfehle ich Ihnen zunächst Ihre Wahrnehmungsfähigkeit zu trainieren.

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