gefühle steuern

Mit der Art der Visualisierung Gefühle steuern

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Wir können unsere Gefühle steuern und damit negative Erlebnisse emotional verarbeiten und positive Erlebnisse als Ressource nutzen.gefühle steuern

Gefühle steuern zu können, ist eine wichtige Fähikgeit der emotionalen Verarbeitung von Erlebnissen.

Die Fähigkeit klar zwischen assoziieren und disassoziieren zu unterscheiden und wechseln zu können, ist wichtig, wenn es um die Verarbeitung von Gefühlen geht, die uns negativ beeinflussen und die Nutzung von Gefühlen, die uns positiv beeinflussen.

Worin liegt der Unterschied und wie kann ich meine Gefühle steuern?

Wenn Sie z. B. an eine traurige Situation aus Ihrer Vergangenheit denken, und Ihnen dabei Tränen über das Gesicht laufen, dann sind Sie mit Sicherheit assoziiert. Sie erleben die Situation neu. Sie sehen, was Sie damals gesehen haben und hören, was Sie damals gehört haben.

Wenn Sie die Situation weiterhin auf diese Art und Weise visualisieren, werden Sie Ihre Trauer nicht loswerden, sondern immer wieder neu aufleben lassen. Eine emotionale Er-lösung bringt nur eine Disassoziation.

Ich werde Ihnen jetzt eine Möglichkeit zeigen, wie Sie sich zwischen den beiden Visalisierungtypen bewegen können und wie Sie damit Ihre Gefühle steuern.

  1. Schritt

Suchen Sie sich eine Erinnerung aus Ihrer Vergangenheit und holen Sie sich diese Erinnerung wieder vor Augen.

  1. Schritt

Überprüfen Sie, wie Sie diese Erinnerung erleben. Sehen Sie sich aus einer bestimmten Entfernung oder sehen Sie nur Ihre Arme, Ihre Beine und einen Teil Ihres vorderen Körpers?

Im ersten Fall sind Sie disassoziiert und im zweiten Fall assoziiert.

Wir brauchen eine Situation, eine Erinnerung, die Sie assoziiert neu erleben, bei der Sie sich also nur teilweise sehen und Ihre Augen genau den gleichen Ausschnitt aus der Welt sehen, wie damals.

Achten Sie bewusst auf Ihre Gefühle!

  1. Schritt

Verlassen Sie gedanklich Ihren Körper, indem Sie 2-3 Schritte rückwärts aus sich selbst heraustreten. Sie sehen sich jetzt so, als wären Sie eine andere Person.

Prüfen Sie nun Ihre Gefühle in Bezug auf diese Situation. Was hat sich geändert? Merken Sie, dass Sie Ihre Gefühle steuern können?

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Ein visuelles Gedächtnis hilft Wörter zu unterscheiden

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So hilft ein visuelles Gedächtnis Wörter zu unterscheiden

Seit uralten Zeiten denkt unser Unterbewusstsein in Bildern. Wir verfügen demnach von Natur aus über ein visuelles Gedächtnis. Die ersten übermittelten Gedanken und Erlebnisse von unseren Vorfahren sind Bilder. Erst später wurden daraus Zeichen und noch später Wörter. Es gibt also eine direkte Entwicklungslinie vom Bild zum geschriebenen Wort.

Und unser Unterbewusstsein kann auf diese Entwicklungslinie zugreifen. Lassen Sie uns diese Fähigkeit nutzen.

 

Eine Variante, diese Fähigkeit zu nutzen, möchte ich am Beispiel zweier Wörter erklären. Diese Wörter hören sich sehr ähnlich an. Doch sie werden völlig anders geschrieben und haben eine andere Bedeutung.

 

Es handelt sich um die Wörter: sehen und säen.

 

Stellen Sie sich nur vor, Sie würden diese beiden Wörter verwechseln und bei der Anfrage nach einer Verabredung schreiben: „… ich möchte dich gern wieder säen.“ (… säen tut man nur die Saat auf dem Felde). Das wäre wirklich peinlich.

Ein visuelles Gedächtnis kann uns nun helfen, diesen kleinen Trick einzusetzen und sich die unterschiedliche Schreibweise immer wieder vor Augen führen zu können.

Dazu brauchen Sie lediglich das geschriebene Wort mit einem Bild verbinden, welches zur Bedeutung passt.

 

Das Video zur Übung "visuelles Gedächtnis"

Der Text zum Beispiel, wie Sie Ihr visuelles Gedächtnis für "sehen" einsetzen können.

  1. Schritt

Schreiben Sie das Wort „sehen“ gedanklich vor Ihrem inneren Auge auf. Sehen steht in Verbindung mit einem Auge, einer Brille, einer Lupe o. ä. Sehen beschreibt die Sinneswahrnehmung mit dem Auge.

  1. Schritt

Schieben Sie vor die Buchstaben „... eh ...“ eine Brille. Die Zeichnung muss nicht schön sein. Darauf kommt es nicht an. Ein visuelles Gedächtnis braucht nur einen bekannten Gegenstand, der zur Wortbedeutung passt. Anstelle einer Brille können Sie durchaus auch einen anderen Gegenstand wählen.

  1. Schrittvisuelles Gedächtnis

Prägen Sie sich diese Kombination vom Wort „sehen“ und dem Bild „Brille“ ein. Achten Sie darauf, dass Sie durch die Brille deutlich die Buchstaben „eh“ erkennen.

  1. Schritt

Richten Sie Ihre Gedanken auf etwas anderes. Warten Sie 2 bis 3 Minuten. Überprüfen Sie Ihr visuelles Gedächtnis. Rufen Sie gedanklich das Bild neu auf. Sehen Sie deutlich, wie „sehen“ geschrieben wird?

Auch beim Einprägen des Wortes „säen“, dem Verb für die Aussaat, können wir unser visuelles Gedächtnis nutzen.

  1. Schritt

Schreiben Sie das Wort „säen“ gedanklich vor Ihrem inneren Auge auf. Säen steht in Verbindung mit einem Feld, mit Körnern, Getreide o. ä. Sehen beschreibt die Tätigkeit Körner in die Erde zu bringen.

  1. Schritt

Schieben Sie vor den Buchstaben „... ä ...“ Körner. Die Zeichnung muss nicht svisuelles Gedächtnischön sein. Darauf kommt es nicht an. Ein visuelles Gedächtnis braucht nur einen bekannten Gegenstand, der zur Wortbedeutung passt.

  1. Schritt

Prägen Sie sich diese Kombination vom Wort „säen“ und dem Bild „Körner“ ein.

  1. Schritt

Richten Sie Ihre Gedanken auf etwas anderes. Warten Sie 2 bis 3 Minuten. Überprüfen Sie Ihr visuelles Gedächtnis. Rufen Sie gedanklich das Bild neu auf.

 

Weitere Wörter, die in ihrer Schreibweise leicht verwechselt werden und für deren Unterscheidung Sie Ihr visuelles Gedächtnis einsetzen können, sind:

Meer - mehr; Mantel - Mandel; Leiter - leider; leeren - lehren; leiten - leiden; Bären - Beeren; weiß - weise. 

Wenn Sie wollen, suchen Sie sich für dieser Wörter passende Bilder und prägen Sie sich die verschiedene Schreibweise, wie oben beschrieben ein.