Was Visualisierungen im Legasthenietraining bewirken

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Was Visualisierungen im Legasthenietraining bewirken

In meinem Legasthenietraining gehören Visualisierungen von Schreibweisen zum Kern des Trainings. Warum nun ist die Visualisierungsfähigkeit im Legasthenietraining so wichtig?

Visualisierungen – eine Vergleichsstudie zum auditiven Lernen

Bereits in den 80er Jahren zeigten Vergleichsstudien zwischen der Lernweise von guten und schlechten Rechtschreibern einen signifikanten Unterschied hinsichtlich der auditiven und visuellen Lernweise. Eine dieser Vergleichsstudien machte Thomas E. Malloy (Classroom Techniques for Teaching Cognitive Spelling Strategie 1987; Depatment of Psychology, University of Utah).

Für den Unterricht wurden drei Gruppen gebildet. Die 1. Gruppe wurde nach der visuellen Rechtschreibstrategie, die 2. Gruppe nach der auditiven unterrichtet. Die 3. Gruppe erhielt keine Anweisungen oder Hinweise, wie zu lernen sei. Bewertet auf Geschwindigkeit der Verbesserung der Lernergebnisse und der Wirkungsdauer, schnitten visuelle Trainings wesentlich besser ab, als andere.

Im Vortest hatten die beteiligten Probanden ungefähr gleich viel Fehler. Die drei Nachtests zeigten, welches unterschiedliches Ergebnis die Lehrweisen hervorbringen. Danach zeigte sich bei den Probanden, die nach der visuellen und auditiven Lehrmethode unterrichtet wurden nach kurzer Zeit Verbesserungen. Jedoch nach einer Woche fielen die Probanden mit der auditiven Lehrmethode in ihre alte Fehlerquote zurück, während die Probanden mit der visuellen Lehrmethode nachhaltige Verbesserungen erzielten.

Das Experiment zur Bedeutung von Visualiserungen

Visualisierungen

Gruppen
blau = Kontrollgruppe ohne Unterricht rot = Gruppe auditiven Unterricht gelb = Gruppe visuellen Unterricht

 

Tests
1 = Vortest2 = angeleiteter Test 1 nach 20 Minuten3 = angeleiteter Test 2 nach 1 Woche4 = Generalisierungstest nach 1 Woche

 

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